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Wie lange hält ein Samowar?

Samoware sind nicht nur deswegen beliebt, weil sie das Teetrinken zu einem besonderen, ritualisierten Erlebnis machen und den heißen Tee lange auf Temperatur halten. Sie sind auch für ihre Langlebigkeit bekannt. Vor rund hundert Jahren war so ein Gerät oft eine einmalige Investition für eine arme Bauernfamilie. Nichtsdestotrotz wurden sie nicht selten von Generation zur Generation weiter gereicht. Dies mag damit zusammenhängen, weil früher die Einstellung zu einem Produkt eine ganz andere war als heute. Defekte Kleinteile wurden eigenhändig repariert, gelötet, gefeilt. Es landete nichts auf dem Müll. Zum größten Teil hängt das aber damit zusammen, weil Samoware aus wenigen Teilen zusammengebaut sind.

Der geniale und simple Aufbau der traditionellen russischen Teemaschinen macht sie langlebig. Hinzu kommt noch die boilerartige Form des Kessels. Weil das Wasser ein sehr guter Wärmeleiter ist, geben die aus Stahl oder früher aus Kupfer gebauten Geräte die Wärmeenergie sofort an das Wasser ab, ohne sich mehr als die Flüssigkeit in ihrem Inneren zu erwärmen. Da sich die Dehnung so in Grenzen hält, wird die schnelle Materialermüdung verhindert. Wesentliche Unterschiede gibt es bei den Samowaren heute in Punkto Qualität. Billige Imitate aus dem asiatischen Ausland oder in Souvenirläden erworbenen Geräte eignen sich nicht wirklich zum Zubereiten von Tee und gehen nicht selten nach wenigen Anwendungen kaputt. Die echten und hochwertigen Samoware halten allerdings auch heute noch sehr viele Jahre. Mit der richtigen Pflege sogar noch viel länger, teilweise sogar ein Leben lang, je nach Material und Qualität.

 


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